Wir sind wieder einmal im Paradies gestrandet – Ngamba Island in Uganda

Nachdem Sofia mich den ganzen Winter bei meiner Skilehrer Arbeit begleitet hat, ist es dieses Mal an mir, sie bei ihrer Arbeit zu begleiten. Wie geil ist das denn bitte?

Bevor ich voriges Jahr losgezogen bin um etwas von der Welt zu sehen, wollte ich unbedingt auch nach Afrika. Schnell wurde mir aber klar, dass ich wohl viel mehr Zeit in Asien verbringen würde als zuerst angenommen. Eineinhalb Jahre, viele Abenteuer und eine Sofia später, bin ich im Herzen von Afrika gelandet. Ich darf mich an dieser Stelle wohl riesig bei meiner Herzdame bedanken um mir diese Reise zu ermöglichen! Von einer Safari, um Löwen in der Wildnis zu sehen, träume ich noch immer. Für dieses Abenteuer werden wir nach getaner Arbeit hier auf der kleinen Ngamba Insel im Lake Victoria, wohl auch etwas Zeit haben.

Uganda? Was? Ganz ehrlich wusste ich zuvor noch nicht mal, wo genau dieses Land liegt.

Der erste Eindruck ist sehr überraschend und ausschließlich positiv. Abgesehen davon, dass 99% perfektes Englisch sprechen sind die Menschen super freundlich und offen. Ich glaube, dass alleine die Tatsache der nicht vorhandenen Sprachbarriere zu einem super offenen Verhalten führt. Das Land liegt ja direkt am Äquator und wir beide erwarteten brütende Hitze, aber das ist gar nicht der Fall. Ist die Sonne am Strahlen, ist es speziell um die Mittagszeit schon sehr „warm“ jedoch mäßigen sich die Temperaturen bis zu den Abendstunden wieder zu angenehmen frühsommerlichen Bedingungen.

Wir sind nun seit einer Woche in Uganda und abgesehen von einem Koffer, den wir von Brussels Airlines noch immer nicht bekommen haben, ist alles wunderbar. Am Mittwoch sind wir auf diese 20 Kilometer vom Festland gelegene Insel gefahren. Die nächsten 5-6 Wochen wird Sofia ihrer Forschungsarbeit mit Schimpansen nachgeht. Ich habe die Ehre dabei zu sein und sie zu unterstützen soweit es möglich ist. Bereits heute hatte ich meinen ersten Einsatz als Testobjekt. „Der Fremde Mann“ nennt sich der Test, bei dem beobachtet wird, wie die Schimpansen auf fremde Menschen – mich – reagieren.

Die Insel selbst ist ein absolutes Paradies. Der See Victoria in dem sie liegt, ist einer der größten Seen der Welt und wirkt eher wie ein Meer als ein See. Es sind inklusive uns maximal 15 Personen auf der Insel. (Köche, Tierpfleger und Tierarzt). 95% der 40 Hektar großen Insel sind Wald und den Schimpansen gewidmet. Auch neben den Schimpansen ist die Tierwelt unglaublich lebendig. Warane, Otter, ein Baby Hund und ganz viele verschiedene Vogelarten leben hier im Einklang. Ein besonderes Erlebnis ist auch die „Flugwanderung“ von zehntausenden (vl. sogar hunderttausenden) Fledermäuse die jeden Abend auf eine Nachbarinsel fliegen.

Kein Paradies kommt ohne seine Einschränkungen

Das Paradies kommt mit seinen Einschränkungen, welche ich auch durchaus positiv sehe. Wenig bis gar kein Handyempfang, sehr eingeschränktes WLAN und ultra eingeschränktes und sehr natürliches Speiseangebot werden für unseren Kopf und Körper eine Entschlackungskur bieten.

Ein weiteres Kapitel in dem so unberechenbaren Spiel, namens Leben, hat begonnen J

Autor: Michael

Ein unbelehrbarer Träumer und Idealist, der die Welt verändern und dabei auch noch Spaß haben will. Spät aber doch folgt er seinem Traum zu reisen. Als Trainer, Coach und Author teilt er seine Philosophie, wie Mensch sein innerstes Wesen erkennt und lebt. Sein Motto: Lebe DEINE beste Version.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.